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Wie man einen schicken Film in SC dreht...

 
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Wendy_James



SC Bewohner & Power Poster


Anmeldedatum: 23.11.2014
Beiträge: 56

BeitragVerfasst am: Di März 06, 2018 22:57    Titel: Wie man einen schicken Film in SC dreht... Antworten mit Zitat

Hier mal mein "Moviemakers Guide to the SC-Universe".

Warum so ein Guide? Warum überhaupt SC-Filme? Ich kann da nur für mich sprechen. Für mich gibt es zwei Gründe Filme im SC-Stil zu drehen.

Grund 1: Ich hasse es, wenn mich irgendwas aus dem SC-Flair rausreisst. Und da gibt es zwei Dinge die mich da ganz besonders stören. Zum einen wenn ein Zabybauer Real-Fotos an die Wände klatscht. Das passt aus meiner Sicht überhaupt nicht zur SC-Grafik. Und genauso schlimm: Auf Zabyfernsehern laufen Realweltfilme. Egal ob Schmuddelfilm oder Musikvideo, es passt für mich einfach nicht.

Grund 2: Secret City bietet so viele Möglichkeiten - da sollte man die Möglichkeiten ausschöpfen. Und Filme drehen nutzt alle diese Möglichkeiten. Sowohl grafisch, als auch sozial. Man kann gemeinsam mit anderen Leutchens kreativ sein, träumen, rollenspielen und etwas entwickeln. Das macht tierisch Laune.

Tja, sicherlich würde der eine oder andere auch gerne einmal einen Film drehen, hat gute Ideen für ein Drehbuch, wagt sich aber nicht an das Projekt heran weil er glaubt, dass ihm die Fähigkeiten dafür fehlen.

Da kann ich nur sagen: Nöööö, die Fähigkeiten können gar nicht fehlen. Wer den Gedanken hat einen Film drehen zu wollen, bringt schon von ganz alleine die notwendige Kreativität mit. Ansonsten würde man gar nicht auf den Gedanken kommen. Denn einen Film zu drehen ist eigentlich ganz einfach. Die wichtigste Ressource ist nur die Zeit. Denn so hopplahopp geht das nicht.

Auch läuft das Drehen eines SC-Films anders ab als ein realweltliches Filmprojekt. Theoretisch könnte man auch so verfahren wie in der realen Welt, doch da stösst man schnell auf Probleme, die die Inanspruchnahme oben erwähnter Ressource "Zeit" noch erheblich mehr in Anspruch nehmen als eigentlich nötig. Dazu aber gleich mehr.

Normalerweise steht in der realen Welt zuerst die Idee und das Drehbuch. Dann beginnt man mit dem Cast und sucht zeitgleich nach den Drehorten.

In SC, so ist es meine Erfahrung, sollte es anders laufen. Man läuft durch die SC-Welt und lässt sich inspirieren. An erster Stelle steht also der Drehort. Man sucht sich einen möglichst ausgefeilten Ort wo man sagt: Jawohl, hier kann man viele schöne verschiedene Szenen drehen und Schauspieler agieren lassen.

Und dann erst schreibt man, anhand der lokalen Zabybegebenheiten, das Drehbuch. Wenn man nämlich eine Location erst an ein Drehbuch anpassen muss, dann gibt das einen enormen Zabybauaufwand. Möglich ist das zwar alles und machbar, aber es ist wirklich eher stressig. Das Drehbuch der Location anzupassen ist da wirklich der einfachere Weg.

So, man hat also einen Ort gefunden den man unbedingt filmisch verewigen möchte. Also dann hopp, auf ans Werk, das Drehbuch will geschrieben werden. Erst einmal ein Script, welches die grobe Handlung beinhaltet. Doch halt... Script? Drehbuch? Und was dann? Ooookay, ich sehe schon... Ihr seid noch skeptisch, dass das wirklich alles so einfach ist. Ich will Euch weissmachen, dass Ihr die Fähigkeiten zum Filme drehen habt... das könnt Ihr jetzt glauben oder nicht. Jetzt könntet Ihr noch ins Feld führen, dass Euch die notwendige Software fehlt. Und da muss ich sagen: Jau, Ihr habt recht.
Noch fehlt sie Euch. Aber das ist kein Problem. Fehlende Software ist also keine Ausrede Wink
Was braucht man alles? Was man bei einer realen Filmproduktion auch braucht. Erst einmal eine Kamera.
Natürlich keine echte Kamera sondern ein Programm, welche für uns eine Kamera simuliert und den Bildschirm filmt.
Ich persönlich empfehle hier

oCam - aus einem einfachen Grund. Es mag ausgefeiltere Programme geben, aber oCam bietet genau das was wir für SC-Filme brauchen. Ein Programm, welches in einer mit SC identischen Bilderneuerungsrate (FPS) aufzeichnet und bei dem wir simpel einen zu filmenden Bereich abstecken können. Beim Bereich empfehle ich das Chatfenster so klein wie möglich zu schieben und alle Reiter die wir nicht benötigen auszuschalten und den Bereich so gross wie möglich zu ziehen, ohne dass irgendwas im Bild ist, was wir später nicht drauf haben wollen. Natürlich könnte man auch kleine Bereiche filmen, doch man muss ja bedenken, dass der Bereich später den ganzen Bildschirm füllen soll. Und ein kleiner Bereich geht dann zu Lasten der Qualität.
Noch eine Kleinigkeit zu anderen Aufnahmeprogrammen. Man kann natürlich auch andere Programme verwenden. Beispielsweise verwendete ich früher ScreenVidShot. Das ist aber nicht ganz so komfortabel wie oCam. Dazu kommt, dass das abspeichern eines neuen Films eine ganze Weile dauert weil ScreenVidShot erst den Film konvertiert und abspeichert ehe man erneut weiter filmen kann. Ich vergleich das mit dem Einlegen eines neuen Films in die Kamera. Und das geht bei oCam einfach fixer. Da kann man quasi sofort weiterfilmen nachdem man ein Filmsegment abgespeichert hat. Ein weiterer Nachteil (wie bei vielen anderen Aufnahmeprogrammen) ist, dass ScreenVidShot und SC in Sachen FPS unterschiedlich eingestellt sind, was zu Rucklern bei der Aufnahme führt. Mit etwas Trickserei kann man die zwar vermeiden, aber es ist nervig und bei oCam fällt das halt weg.
Achja, das wichtigste: oCam kriegt man bei chip.de kostenlos.

So, damit hätten wir also die Kamera zum aufnehmen und können schon fast loslegen.

Jetzt brauchen wir nur noch ein Programm mit dem wir die gemachten Aufnahmen zu einem Film zusammenschneiden.
Hier empfehle ich MAGIX Video Deluxe.
Ein sehr starkes Programm, welches man trotzdem nahezu intuitiv nutzen kann. Und das Beste ist, man kann es 30 Tage kostenfrei austesten. In seiner simpelsten Fassung kostet es später dann 69 Euro (es sei denn man stösst auf eine der regelmässigen Sonderaktionen). Und die simpelste Fassung reicht für SC-Filme locker aus.

Die zwei Programme reichen aus um SC-Filme zu drehen. Also.... nun hat man alles was man braucht. Aber es gibt noch ein paar andere Sachen, die jedoch nicht unbedingt benötigt werden.

Legen wir gleich richtig haarig los? Ja? Wirklich? Ooookay, also gut... dann wollen wir mal gucken ob wir uns den SC-Oscar für die besten Special Effects holen können.

Zuerst einmal: Special Effects sind, wie auch bei realen Filmen, bei SC-Filmen absolut nicht wichtig. Klar, ein Actionfilm ohne Special Effects wirkt merkwürdig, aber auch nur weil wir uns an das Übermaß an Tricks gewöhnt haben. Warum also Special Effects? Ganz einfach: um zu zeigen, dass man es kann. Anders kann man sich sonst Serien wie Alarm für Cobra 11 nicht erklären. Gut, das klingt jetzt etwas gemein und Special Effects können, gerade was SC angeht, auch spassig sein. Einfach weil der SC-User die SC-Engine halt kennt und nicht mit Special Effects rechnet. Doch welches Programm soll man nehmen? Was gibt es überhaupt? Ich würde, auch wenn ich es nicht nutze, after effects wählen. Aber seid gewarnt. Damit weckt Ihr einen Dämon, der Euch nicht mehr loslassen wird. Denn wenn man Special Effects beherrscht, dann will man sie auch nutzen. Und das verleitet dazu den Film mit eigentlich überflüssigen Spielereien aufzublähen. Andererseits kann man es auch so sehen... After Effects ist teuer, sehr teuer, also muss das Geld sich auch rentieren. Also wird fortan jedes gefilmte SC-Bier mit zusätzlichen Blubberblässchen versehen, jede Mahlzeit auf einem Tisch dampft. Ich rate davon ab. Hin und wieder mal ein Special Effect gibt dem Zuschauer einen Anlass zum Schmunzeln. Zu viel davon... ist einfach... bäh. Ich selbst verwendet bei Special Effects Particle Illusion. Auch unangenehm teuer, was Euch aber egal sein kann, da es nicht mehr angeboten wird.
Mal ein kleines Beispiel für Special Effects. Meine ersten Versuche in dem Metier, daher auch noch nicht soooo ausgefeilt. Eigentlich war es für mich nur ein austesten.
Ein kleiner Rambo-Film ohne grossartige Handlung - nur eine Aneinanderreihung von Szenen.

http://www.uploadagent.de/files/1520236136/rambo-die-serie.swf

Und da sieht man folgendes - zu erst einmal fällt auf wie wichtig der unten erwähnte Greenroom ist. Denn der schiessende Rambo ist nur ein simpel schlecht ausgeschnittener Rambo, der mit einem Mündungsfeuer ausgestattet wurde. Inzwischen würde ich die Szene bewegt vor einem Greenscreen aufnehmen. Den Special Effect beim extrem blutigen Treffer würde ich auch etwas geringer ausfallen lassen. Und die Explosion des Flugzeugs würde auch etwas anders aussehen. Aber wie gesagt: das war mein erster Versuch mit Special Effects und ich hatte zu dem Zeitpunkt Particle Illusion gerade mal eine halbe Stunde im Besitz.

Mein Fazit: Special Effects sind lustig - aber nicht nötig.

Was brauchen wir noch? Etwas was wir nicht kaufen müssen - einen Greenroom. Da reicht das Hinterzimmer eines Gratiszabys locker aus. die hintere Hälfte pinseln wir komplett in einem hellen, ekligen Grün. Warum helles ekliges Grün? Weil das eine Farbe ist, die nur selten sonst verwendet wird. Denn wir werden beim filmen häufig eine Szene in eine andere hineinkopieren müssen. Nagut, ob wir das müssen liegt ja nur an uns und am Drehbuch. Aber mit dem Einsatz eines Greenrooms können wir auf simple Art nette Effekte erzielen.
Hier ein Beispiel, welches aber nicht in einem Gratiszaby gedreht wurde.

http://www.uploadagent.de/files/1520367645/zugtesterei%20(480p_25fps_h264-128kbit_aac).swf

Wie wurde das gemacht? Ganz einfach. Wir haben auf einer Plattform einen Zug hingestellt, hinter dem Zug eine grüne Wand aufgestellt. Und dann ist Strandperle auf dem Zugdach entlanggelaufen.
Dann haben wir eine zweite Aufnahme von dem Hintergrund gemacht und uns selbst bewegt und das dann gefilmt.
Anschliesend haben wir die Hintergrundaufnahme in das Filmprogramm gelegt. dann die erste Aufnahme mit dem Zug drübergelegt. Und dann gezaubert und den grünen Hintergrund (mittels der Funktion Chroma Key beim MAGIX Videodings) entfernt. Und schwupps, hatten wir einen fahrenden Zug. Theoretisch hätten wir auch Perle einfach nur vor einem grünen Hintergrund laufen lassen können und das dann auch einfügen können.

Und nun haben wir alles an Programmen die wir benötigen. Halt eines noch. Ihr seht, dass ich da links von uploadagent verwendet habe. Da fällt mir noch was wichtiges ein. Ich bin eine grosse Freundin von kurzen Flashfilmchen, welche man einfach so als Hintergrund auf einem Zabyfernseher laufen lassen kann. Dafür eignen sich Flashvideos wunderbar, da sie automatisch dauerschleifig sind. Besagter uploadagent ist das einzige mir bekannte onlinetool mit dem man solche Flashvideos für SC-Fernseher bereitstellen kann. Wenn jemand da eine andere Lösung kennt, würde ich mich freuen. Denn uploadagent lässt nur Flashvideos bis zu einer Grösse von 4mb zu, was in etwa knapp unter einer Minute Filmlaufzeit bedeutet. Reicht für ein handlungsfreies Hintergrund-TV-Video, aber nicht für anspruchsvolle Filmaufnahmen.

Wie machen wir ein normales Video zum Flashvideo? Ich nutze dafür "Free Video to Flash converter". Obersimpel zu nutzen. Erzielt den gewünschten Effekt. Gibt nichts mehr dazu zu sagen.

Soooo - Ihr seht also, dass auch die Ausrede, dass man nicht über die Werkzeuge verfügt, zieht. Also kann man loslegen.

Wat nu? Wo waren wir stehen geblieben bevor ich Eure potentielle Ausrede bezüglich Kamera und sonstigem Equipment zerpflückte?

Achja, Drehbuch und Drehort. Ich wiederhole mich noch mal. Man sollte mit dem Drehort beginnen.
Was für Anforderungen sollte man an den Drehort stellen? Das kommt auf die Art des Filmes an den man drehen möchte. Eine Sitcom nutzt viel weniger Locations als ein Western beispielsweise. Für eine Sitcom reicht ein Gratiszaby aus von der Fläche. Denken wir nur an Sitcoms wie "Eine schrecklich nette Familie", da braucht man nur die Kulisse der Bundy-Wohnung und vielleicht noch die Nacktbar und den Schuhladen. Alles Dinge die man in einem Freezaby einfach bauen kann.
Anspruchsvollere Filme hingegen benötigen mehr Platz, viele verschiedene Räume. Wollen wir uns richtig austoben, dann suchen wir uns eine vollgebaute Plattform wo wir möglichst viel verschiedene Szenen aufnehmen können. Und dann denken wir uns aus was in so einer Umgebung geschehen könnte und schneidern der Location ein Drehbuch auf den Leib.
Kleinere Änderungen kann man ja noch an der Location vornehmen, wenn man nicht gerade in öffentlichen Bereichen wie dem Rotlichtviertel dreht.
Wenn das Script, also die grosse Rahmenhandlung steht, dann beginnt die grosse Arbeit mit dem Drehbuch. Hier nutze ich meinen Magix Video und schreibe alle Dialoge vor. Ich hatte zwar mal versucht Schrittweise zu arbeiten, heisst, ich schreibe eine Szene, filme sie, schreibe die nächste Szene, filme sie, etc. Das hat aber einen erheblichen Nachteil. Wenn man im Nachhinein noch etwas ändern oder ergänzen möchte, dann muss man im schlimmsten Fall die Kulissen wieder umbauen und alle Schauspieler zusammentrommeln oder die Bots neu aufstellen, da sich im Fortlauf der Geschichte die Kulisse etwas verändert haben könnte oder die Statistenbots inzwischen eine andere Position für eine andere Szene einnehmen mussten. Darum: Erst mit dem filmen beginnen, wenn alle Dialoge geschrieben sind.
Nachdem die Dialoge im Videoprogramm abgelegt sind, schreibt man noch ein paar Erklärungen für die Schauspieler dazu. Also wie die Szene aussehen soll und in welchem Teil der Kulisse sie stattfindet. Das kann man zwar auch alles bei den Dreharbeiten machen, aber es macht Sinn wenn man den Schauspielern vor Beginn der Dreharbeiten ein Drehbuch in Form eines "Drehbuchfilms" zukommen lässt. Oder anders gesagt: Wenn ich einen Film drehe, dann werde ich von jetzt an einfach die bisherigen Drehbuchtexte mit den Anmerkungen einmal zu einem Mp4-Film konvertieren, bei youtube in den nichtöffentlichen Bereich hochladen und den Schauspielern zukommen lassen. Dann können sie sich schon mal mit den Texten vertraut machen (auswendig lernen müssen sie sie ja nicht, da die Texte eh alle nur schriftlich im Film auftauchen. Wir synchronisieren ja nicht) um sich schon einmal Gedanken über etwaiges posen machen zu können.
Und dann gehts los. Es wird endlich gefilmt. Juchhu!
Theoretisch würde von jeder Filmszene ein Take (also eine Aufnahme) ausreichen. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es durchaus Sinn macht eine Szene mehrfach aus verschiedenen Kamerawinkeln aufzunehmen um dann auch ein paar Schnitte einbauen zu können.

Und nun ein Beispiel anhand unseres neuesten Werkes - einer kleinen Sitcom.


Die Pilotfolge einer Serie ist immer die schwierigste. Denn man muss da erst einmal alle handelnden Personen vorstellen und sie quasi "erklären". Der Zuschauer muss die Rolle verstehen und sich in die Person hineindenken können. Bei der ersten Folge einer Fernsehserie sind die Protagonisten noch alles ungeschriebene Blätter.
Wir haben in der Folge ein paar gängige Kniffe genutzt um die Personen vorzustellen.
Doch dazu gucken wir uns erst einmal die Folge an:

Wir halten jedoch bei Minute 2:00 an und lesen dann erst einmal weiter.

https://secrettube.de/SC-Sitcom-Connies-Kaschemme-Folge1-480p25fpsH264-128kbitAAC_v1202

So, wir haben da schon eine grundsätzliche Einstufung der Protagonisten und können uns, auch wenn wir uns vielleicht nicht alle Namen gemerkt haben, ein gewisses Bild von den einzelnen Figuren im Hinterkopf machen.

Wir haben Hank, den Rausschmeisser gesehen und assozieren aufgrund seines Äusseren gleich enen etwas rauhbeinigeren Gesellen.
Sven, der Barkeeper: Der Optik nach blonder Sunnyboy und eigentlich passt er so gar nicht in die schmuddlige Kaschemme. Warum er trotzdem hier arbeitet? Das wird sich vielleicht (sofern sich die Drehbuchautoren was dabei gedacht haben) in den ersten Folgen zeigen.
Rattentod, die Barkeeperin: Jawoll, die Punkerin passt ganz klar in die Kaschemme. Warum sie hier arbeitet? Vermutlich war sie selbst mal Stammgast.
Die Stammgäste Jupp, Nick und Harald werden nicht weiter erklärt, aber zumindest bei Jupp macht man sich Gedanken warum ein älterer Mann im Anzug Stammgast in so einem runtergekommenen Laden sein könnte.
Bei Stammgast Chantalle ahnt man es wieso sie hier ist, aber darauf wird im Verlauf der ersten Serie noch eingegangen, es jedoch nicht geklärt (aber im späteren Verlauf der Serie, sofern sie nicht abgesetzt wird).
Zu Müller, dem Mann vom Ordnungsamt hält die Kamera eine gewisse Distanz. Was durchaus gewollt ist, denn er gehört, wie man später sehen wird, eher zu den Antagonisten.
Und obwohl Müller, im Gegensatz zu den anderen Rollen, als Gegenspieler eine Ausnahme darstellt, ist er nicht der letzte in der Aufzählung. Nach ihm kommt noch...
Lizzy, die Barkeeperin. Warum dem so ist... wird sich im Laufe der ersten Folge zeigen, wobei, ich spoilere mal... sie wird das neueste Mitglied der Belegschaft von Connies Kaschemme, darum wird sie auch als letztes vorgestellt. Und darum waren Hank, Sven und Rattentod in der Vorstellung ganz am Anfang. Hier geht es augenscheinlich nach Dienstalter.

Nun weitergucken bis zu 6:00 und dann hier weiterlesen.

So, die ersten Personen hatten ihren Auftritt und man kann sie vermutlich schon ein wenig besser eintüten. Sven scheint, ob wohl die beiden Barkeeper sicherlich gleichberechtig sind, das Sagen zu haben und auch der Vernünftigere der beiden zu sein. Bei Rattentod hingegen drängt sich die latente Vermutung auf, dass sie ein klein wenig faul und nachlässig und sicherlich auch unhöflich zu den Gästen ist, zumindest zu den Gästen, die sie nicht mag. Harald scheint ein liebenswertes, aber einfältiges Bärchen zu sein. Und Nick könnte, wenn man die ersten Minuten zugrunde legt, jemand sein, auf dessen Kappe häufig Witze gemacht werden. Jupp hingegen grenzt sich ein wenig ab. Obwohl er Stammgast ist, hält er sich weit ab von den anderen Personen auf. Eine räumliche Distanz ist gegeben, welche für den Zuschauer durch die offensichtliche Ablehnung von Seiten Rattentods, noch einmal verstärkt wird.

Nun weitergucken bis zu 10:35

Nun ist klar: Jupp will keinen Beliebtheitswettbewerb gewinnen. Und die Vermutung, dass Nick etwas naiv ist und jemand der, zumindest von Rattentod, nicht ernst genommen wird, verstärkt sich. Im übrigen (Spoileralarm) baut sich in der Szene ein running gag auf, denn den wahren Namen von Nick werden wir vermutlich nie erfahren. Und auch der Charakter Rattentod wird noch etwas deutlicher, nämlich dass sie autoritäre Anweisungen wenig interessieren und sie trotz Svens Hinweis im Lager einen Joint geraucht hat, was dieser resignierend zur Kenntnis nimmt. Doch nun zu dem gängigen Kniff Akteure einer neuen Serie vorzustellen. Indem man einfach eine Person (in diesem Fall Lizzy) ins Spiel bringt, welche in dem bisherigen "Biotop" der Kneipe neu ist. Und Sven stellt ihr einfach die Stammgäste vor.

Lasst uns mal zuschauen wie Sven die Personen weiterhin vorstellt und stoppen dann bei 14:13 und lesen hier weiter.

So, nun haben wir alle kenen gelernt. Und es bleibt dabei, Rattentod macht ihr eigenes Ding so wie sie es will. Die Personen werden weiter vorgestellt, unter anderem Chantalle, deren Berufsbezeichnung "arbeitslose Prostituierte" wohl innerhalb der Kneipe schon länger ein Mysterium ist. Jedenfalls wirkt es aufgrund der Reaktion von Nick, Harald und Sven so. Einzig Rattentod scheint das ziemlich wurscht zu sein. Auch Hank wird noch vorgestellt und zwischen ihm und Chantalle deutet sich auch eine ganz eigentümliche Art von Beziehung an. Nun kennen wir den bisherigen Hauptcast, bis auf.... gucken wir mal weiter...

und stoppen... wenn das Filmchen zu Ende ist.

Da war er, der Gesundheitsinspektor - und dem Zuschauer wird klar... das riecht nach Ärger. Wenn harter Kerl wie Hank derartig reagiert, dann weiss man: da brennt der Busch. Was aber auch völlig klar ist, denn wir haben ja schon einiges mitbekommen. Die Kneipe ist heruntergekommen und gammlig, im Lager (und vermutlich auch überall sonst) tummeln sich die Ratten und es riecht nach Pot und in den Knabbereien findet man Rattenköttel. Keine guten Vorraussetzungen für eine lange Laufzeit der Serie Wink - und hier schliesst sich der Bogen - mit einer Aufnahme von Hank begann die Serie - und so endet sie auch - und die Geschichte wird in der nächsten Folge fortgesetzt.

Anhand dieses kleinen Sitcomfilmches wird auch ein kleines Manko deutlich. Man kann zwar Szenen und Dialoge darstellen aber bei der Mimik wird es schwierig. Darum macht es auch keinen Sinn zuuuu lange Texte zu schreiben. Denn das würde einfach ermüden sie zu lesen und sich dabei die Gefühle vorstellen zu müssen (glaubts mir, ich habs versucht). Daher muss das Motto da eher lauten alles möglichst eher kurz knapp und knackig auf den Punkt zu bringen
Was aber auch deutlich wird... man kann durchaus kleine Geschichten erzählen.

So, das soll es für heute aber gewesen sein und ich werde den Guide noch bearbeiten und ergänzen.

Ich hoffe einen einigermassen verständlichen Überblick über die Gestaltungsmöglichkeiten bei SC-Movies geliefert zu haben. Sollten noch Fragen offen sein, so habe ich selbstverständlich da nicht vergessen drauf einzugehen, sondern mir das für morgen aufgehoben Wink

Grüsslies
Wendy
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Anmeldedatum: 23.11.2014
Beiträge: 56

BeitragVerfasst am: Di März 20, 2018 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Sodele... Folge 2 der SC-Sitcom "Connies Kaschemme" kommt heute abend raus. Und dazu meine Frage - besteht Interesse, dass ich meinen kleinen Guide hier fortsetze? Das liesse sich anhand von Folge 2 recht gut machen. Da würde ich dann ein wenig auf Regieanweisungen, Handlungen der Schauspieler und ähnliches eingehen - also explizit auf die Dreharbeiten an sich. Denn da gibt es auch einige Dinge zu beachten, welche bei realen Dreharbeiten sicherlich völlig anders gehandhabt werden.
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